20. Landesbauernstammtisch in der Raiffeisenlandesbank OÖ zurück
Neue Perspektiven für die österreichische Landwirtschaft
Veranstaltungsübersicht
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Wann und Wo?Freitag, 08. April 2011 Raiffeisenlandesbank Oberösterreich |
Zusatzinformationen
Einen Ausblick auf die Zukunft der Landwirtschaft gab der zuständige Minister DI Niki Berlakovich beim 20. Landesbauernstammtisch in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Vor rund 500 Gästen diskutierte er gemeinsam mit Landesrat Max Hiegelsberger, Landwirtschaftskammer-Präsident ÖkR Hannes Herndl, Landesbäuerin Annemarie Brunner und Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Dr. Ludwig Scharinger über aktuelle agrarpolitische Themen wie die Energiewende oder neue Einkommensquellen für Bauern.
Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit
Berlakovich betonte, dass Österreich in der Agrarpolitik den richtigen Weg eingeschlagen habe und dafür europaweit großes Ansehen ernte. Der Kampf gegen die Kürzung der finanziellen Mittel für die heimischen Landwirte habe sich gelohnt. „Die Bauern brauchen ausreichend Gelder, um wettbewerbsfähig zu bleiben und in ihre Weiterentwicklung investieren zu können“, betonte Berlakovich.
Energieautarkes Österreich bis 2050 möglich
Bezugnehmend auf die Atomkatastrophe in Japan lobte der Minister den vorbildlichen Weg, den Österreich in der Energieversorgung eingeschlagen hat: „Wir gehen den Weg der erneuerbaren Energie. Ein energieautarkes Österreich bis 2050 ist möglich“, so Berlakovich, der im Bereich der Energieversorgung eine neue Einkommensquelle für die Land-, Forst- und Agrarwirtschaft ortet.
Oberösterreichs Landwirtschaft ist gut aufgestellt
„Die Palette der Landwirtschaft in Österreich und in Oberösterreich wird auch in Zukunft sehr breit sein“, zeigte sich auch Landesrat Max Hiegelsberger überzeugt. Oberösterreich sei insbesondere in der Verarbeitung von Milch, Fleisch und Eiern enorm gut aufgestellt. Hohe Qualität müsse aber auch etwas wert sein: „Die Agrarwirtschaft braucht mehr vom Kuchen der Konsumenten“, so Hiegelsberger.
Keine Spekulation mit Lebensmitteln
Einig waren sich Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Ludwig Scharinger, dass mit Lebensmitteln nicht spekuliert werden darf: „Das ist eine ethische Frage und eine Frage der Ernährungssicherheit“, so Berlakovich. Klar sprachen sich die beiden für die Nutzung der offenen Grenzen aus: „Wir müssen regalreife Produkte exportieren und möglichst keine Rohwaren, weil wir sonst die ganze Wertschöpfung außer Landes exportieren“, unterstrich Scharinger. Es sei daher die Aufgabe der Notenbanken, auf stabile Währungsrelationen zu achten, damit die Exportmärkte, im Besonderen für Agrarprodukte, nachhaltig genützt werden können.
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Bauernbrief 2011 – 20. Landesbauernstammtisch in der Raiffeisenlandesbank OÖ (pdf, 4 MB) |
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