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China-Pressekonferenz in der Raiffeisenlandesbank OÖ zurück

Zitate der Pressekonferenz-Teilnehmer

11.11.2011

Dr. Helmut Sohmen, Vorsitzender der Bergesen-Worldwide Group Ltd:

„Österreich und China haben ein hervorragendes Handelsverhältnis und viele Chancen, von der Aufholjagd in China zu profitieren – beispielsweise bei der Infrastruktur. Österreich hat sehr gute Ingenieure, daher gilt es die hohe Qualität in der Ausbildung zu erhalten.“

„Die Entwicklung zu einer multipolaren Welt ist insbesondere für Amerika schwierig. Auch auf die verstärkte Zusammenarbeit mit China reagieren die Amerikaner noch zurückhaltend. Ich hoffe, dass sie die neue Lage bald akzeptieren.“

„Derzeit operieren rund 460 Unternehmen aus Österreich in China, davon rund 180 in Hongkong.“

„Die Furcht vor chinesischen Investitionen in Europa ist unbegründet. Die Anforderungen der Chinesen bei ihrem Engagement im Ausland rücken nach oben. Die Chinesen schauen zunehmend auf Qualität, gehen in Nischen, setzen auf neue Materialien, Brands etc.“

„Die politische Führungsschwäche ist unser Hauptproblem in Europa. Auch die Chinesen sind verblüfft über das Versagen der politischen Prozesse in Europa.“

„Auch die chinesische Wirtschaft ist vom Exporterfolg und vom übrigen Weltmarkt abhängig.“

Frank Sieren, deutscher Wirtschaftsjournalist und China-Experte sowie Bestsellerautor:

„Wir werden uns an chinesische Investitionen in Europa gewöhnen müssen. Denn wenn China und Europa zusammenarbeiten, entsteht eine fruchtbare Win-win-Situation. Ich vermute, dass eine Welle von chinesischen Investitionen in Europa auf uns zukommt.“

„China schaut heute so auf den Westen, auf Europa, wie wir auf Griechenland schauen.“

„Wir leben nun in einer multipolaren Welt. Wir im Westen können nicht mehr alleine die Spielregeln bestimmen. Wenn mehr Länder zusammenarbeiten, wird es am Ende eine bessere Welt werden.“

„China wird nicht blind in Europa investieren und sich nicht blind in europäische Anleihen stürzen, wenn sie nicht wissen, wie sich diese entwickeln werden. Da lassen sie ihr Geld lieber zuhause liegen.“

„Unsere Schwächen räumen China mehr Handlungsspielraum ein. Wir dürfen uns daher nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Früher konnten wir im Westen sicher sein, dass wir die besten Autos, die besten Maschinen entwickeln, aber das ist nicht mehr der Fall.“

„Es wird in Zukunft mehrere Weltwährungen nebeneinander geben. Die Rolle des US-Dollar wird immer geringer.“

Dr. Ludwig Scharinger, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ:

„Wir müssen den Zukunftsmarkt China unseren Kunden öffnen. Wir haben eine Kooperation mit der ICBC, der stärksten Kommerzbank in China, abgeschlossen. Über diese erhalten wir direkten und kürzeren Zugang zu der chinesischen Administration und können jeden Kunden aus Europa nach China begleiten.“

„Die Chinesen sind sehr präzise, haben eine klare Entscheidungsstruktur nach oben, aber man muss ihnen Zeit lassen, um Entscheidungen zu treffen. Wenn sie diese getroffen haben, sind sie sehr konsequent dabei.“

„China setzt vermehrt auf Umweltschutz. Es braucht moderne Bau- und Dämmstoffe, die Technik, wie man ein großes Gebäude klimatisiert und energiemäßig optimiert. Hier besitzt Oberösterreich Know-how und hat erfolgreiche Unternehmen.“

„Wir müssen uns anstrengen, eine ausgeglichene Handelsbilanz zwischen Österreich und China zu schaffen.“

„Die Chinesen wollen raus aus dem Dollar. Sie haben mehr Vertrauen zum Euro als zum Dollar. Sie kaufen einerseits Rohstofffelder in Afrika und gehen andererseits Joint Ventures in Europa ein, zum Beispiel in den Bereichen Baustoffe, Elektronik und Klimatechnik.“

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Fotos

Dr. Ludwig Scharinger, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ

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Foto: RLB OÖ / Strobl, honorarfrei

Dr. Helmut Sohmen, Vorsitzender der Bergesen-Worldwide Group Ltd

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Frank Sieren, deutscher Wirtschaftsjournalist und China-Experte sowie Bestsellerautor

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Dr. Ludwing Scharinger, Dr. Helmut Sohmen

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